Foto | Journalist Simon Kremer

Neue Homepage

Posted in Uncategorized by fotoschreiber on Juni 8, 2010

Die alte Homepage erstrahlt in neuem Glanz und ist komplett neu aufgebaut:

http://www.simon-kremer.de

Dort finden sich weiterhin zahlreiche Arbeitsproben aus dem Foto- und Multimediabereich. Auch der Blog ist auf diese Seite umgezogen bzw. ist gerade im Begriff die virtuellen Taschen zu packen. Dadurch werden Homepage und Blog demnächst über eine Seite zu erreichen sein und auch die Arbeitsproben werden regelmäßig über diese Seite aktualisiert. Einen Direktlink zum Blog gibt es natürlich auch: http://blog.simon-kremer.de.

Im Interview mit der HAZ

Posted in Presse by fotoschreiber on Mai 20, 2010

Wie teuer ist guter Online-Journalismus? 1 Euro für die Domain pro Monat! Der Journalist und Blogger Dirk Kirchberg von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung hat im Rahmen eines Multimediaseminars zum Kirchentag in München ein kleines Interview mit mir zum Soukmagazine und zur Zukunft von multimedialem Journalismus gemacht. Dabei geht es um unser lowest-budget-Magazin vs. Die Zeit, um interaktive Reportagen und schlaflose Nächte. Die erklären denn auch die kleinen Augen im Video.

Multimedia vom Kirchentag

Posted in Multimedia by fotoschreiber on Mai 15, 2010

Ach Gott, jetzt twittert er auch noch richtig @fotoschreiber. Und der Blog wird auch mal wieder befüllt mit neuen und interessanten Geschichten. Und das nach einem 19-Stunden-Tag. Dem dritten in Folge. Denn die JoNa berichtet live vom 2. Ökumenischen Kirchentag in München und bloggt, twittert und videopodcasted sich quer durch die Stadt. Diesmal als Technikassistent dabei kümmere ich mich um die Produktion der Webseite und der Flash-Animationen. Dabei muss es nicht immer multimedial sein, sondern auch durch kleine Wendungen können exzellente Geschichten erzählt werden. Auch wenn die Bilder mit Flip-Kamera wackeln: Die Geschichten empfehle ich zutiefst. Angefangen vom musikalischen Kirchentags-Klangteppich über eine grafische Predigtanalyse bis hin zu den Kirchentags-Charts. Alles unter http://www.kirchentags.de

Ausgezeichneter Naher Osten

Posted in Multimedia by fotoschreiber on Mai 6, 2010

Eine der wohl schönsten Buchstützen der Journalistenbranche steht jetzt endlich in meinem Regal. Das Soukmagazine hat am Abend den 3. Platz beim Axel-Springer-Preis gewonnen, Kategorie Onlinejournalismus. Was ein Abend… nett ausgeklungen im 19. Stock des Springer-Hochhauses mit Blick über Berlin. Zum Festakt sind alle Redakteure des Magazins extra aus Nah-Ost angereist: Marc aus Damaskus, Jan Hendrik aus Kairo und ich eben aus Dresden. Mit dabei auch einige unserer Autoren, die mit viel Arbeit und Mühen die Seiten mit Leben und Artikeln füllen.

Es war ein großartiger Abend für die Journalistenakademie der Konrad-Adenauer-Stiftung (Jona). Der dritte Platz Online für uns mussten wir uns einem Kontrahenten aus den eigenen Reihen geschlagen geben. Niklas Schenck gewann für seine Ausdioslideshow über das DDR-Dopingopfer Andreas Krieger den zweiten Platz. Zudem wurde das Jona-Team eines Seminars zu 20 Jahren nach dem Mauerfall in der Kategorie „Sonderpreis“ als herausragende Leistung gewürdigt. Alles drei also Preise aus dem Bereich der neuen Medien…

Zudem freuen wir vom Soukmagazine uns ankündigen zu können, dass es das Online-Magazin ab demnächst auch zu kaufen gibt: Als dicken, 200-Seiten Folianten aus Papier und Pappe.

Alle Sieger des Axel-Springer-Preises finden Sie hier.

Reportagepreis

Posted in Uncategorized by fotoschreiber on April 20, 2010

Späte Ehre für Hoyerswerda: Die multimediale Reportage hat nach der Nominierung für den Deutschen Reporterpreis vergangenen November doch endlich ein wenig abgeräumt. Sie gewann den ersten Preis beim Reporterpreis des Netzwerks „Junge Journalisten“.

Arrividerci al Assad

Posted in Fotografie, Reise by fotoschreiber on März 2, 2010

Da weint Damaskus mir zum Abschied doch noch die größten Tränen nach, die es sich das gesamte vergangene halbe Jahr angespart hat. Mein Auslandsstudium ist vorbei, mein Arabisch (ein wenig) gereift, meine Festplatte voller Fotos, der Notizblock voller Geschichten und der Kopf voller Erinnerungen.

Zum Abschluss bin ich noch zehn Tage lang mit Zelt, Kamera und Freundin durch die Region gereist: Vom Wadi Rumm über Petra bis an den Eufrat an der irakischen Grenze. Während der knapp 4.000 Kilometer habe ich stellenweise wegen eines Sandsturms nur drei Meter weit sehen können, bin zum zweiten Mal (versuchterweise) bestohlen worden und habe unter Millionen Sternen geschlafen. Die Rundreise hat den Eindruck Syriens abgerundet. Sie hat mich in die Hochkulturen Palmyras gebracht, an die Ruinen eine der ältestens Kirchen der Welt, an die jahrhundertealten Ruinen toter Städte in denen wieder Menschen wohnen, in die Stille der Wüste, durch die unbeschreiblich heruntergekommene Armut fast vergessener Städte. Und obwohl gefangen unter seinem Regime ist Syrien sicherlich einer der wichtigsten Protagonisten im Nah-Ost-Konflikt. Mehr und mehr öffnen sich Land und Gesellschaft, um sich der globalisierten Welt anzuschließen und der Tradition zu entfliehen ohne sie gänzlich abzustreifen. Syrien ist gefangen von Tradition und Regime, aber seine Gesellschaft – vor allem seine Jugend – wird erwachsen und entwächst starren Vorgaben ohne seine Geschichte zu verleugnen.

Die Reise hat auch gezeigt, wie divers und facettenreich nicht nur der Nahe Osten ist, sondern auch bereits eine einzige Gesellschaft. Die Geschichten dazu gibt es natürlich auf soukmagazine.de. Die Fotos zur Reise hier.

Von Schurkenstaat zu Schurkenstaat

Posted in Fotografie, Reise by fotoschreiber on Februar 13, 2010

Iran gilt im Mittleren Osten, aus westlicher Sicht, zu den absoluten Schurkenstaaten und steht auf der Rangliste westlicher Staatschefs diesbezüglich unangefochten auf Platz eins. Nach den offenbar gefälschten Wahlen im vergangenen Sommer und der Wiederwahl von Präsident Ahmadinedschad verfiel das Land in einen konstanten Protest. Oppositionelle wurden festgenommen und öffentlich hingerichtet und Ahmadinedschad sprach immer häufiger von der Anreichung von Plutonium. Die nachrichten konnte ich verständlicherweise nicht im Raum stehen lassen und habe mich selbst für zwei Wochen mit dem Rucksak, der Kamera und einer Weggefährtin auf die Reise durch Iran gemacht.

Mit dem Zug wollte ich von Damaskus nach Teheran fahren, doch schon in Syrien die erste Enttäuschung: Für die kommenden zwei Monate würde der Trans-Asia-Express nicht mehr fahren, weshalb weiss nur Allah. Die Ausreden würden die Länge des Blogs sprengen. Kurzerhand flogen wir also in eines der größten Länder der Erde und stellten dann während der bis zu14-stündigen-Busfahrten fest, welche Ausmaße Iran besitzt.

Die Reise startete in Shiraz mit einer Besichtigung von Persepolis, der alten Hauptstadt des Perserreiches, bevor die Stadt von Alexander dem Großen fast vollständig zerstört wurde. Weiter ging es an den Persischen Golf nach Bandar Abbas und Qeshm Island, wo Hitze und Trostlosigkeit uns allerdings nur einen Tag verweilen ließen. Fast vier Klimazonen gibt es gleichzeitig in Iran, von der Hitze des Golfs bis in die Wüste und die schneebedeckten Berge Teherans im Norden.

Für uns ging es dann weiter in die Wüste. Zunächst nach Yazd mit seinen herrlichen Moscheen und den Windtürmen, die in der flirrenden Hitze für eine kühle Birse in den braunen Lehmhäusern sorgen. Hier hatten wir das Glück an einer Feuerzeremonie der Zoroastrier teilzunehmen, der von Zarathustra gestifteten Religion, die vor dem Islam vorherrschend in Iran war. Doch das alte Ritual zu Ehren eines ihrer Vorväter kippte schnell. Viele Jugendliche aus dem ganzen Land waren nach Yazd gekommen und aus einem ruhigen Fest wurde nach Sonnenuntergang eine spontane Demonstration mit gereckten Fingern und Viktory-Zeichen im Feuerschein. Ich konnte nichts anderes glauben, als dass dieses Land kurz vor der Erfüllung der im Sommer begonnenen „grünen Revolution“ stehen musste.

Aber nur zwei Tage später erlebte ich das Gegenteil und lernte Menschen kennen, die das Regime schätzen und unterstützen – und das aus vollkommen nachvollziehbaren Gründen. Der Bus warf uns mitten im Nirgendwo raus, in einer Geröllwüste, in der in der Nähe einige Häuser standen. Nur knapp 2.000 Menschen wohnen in Toudeshk und wir hatten uns entschlossen den Ort als Ausgangspunkt für unsere Dünenerkundungen zu wählen. Abends stolperten wir mit unserer Gastfamilie in ein Nachbarhaus und erlebten einen vollkommen aufgedrehten Mann mit wildem Rauschebart, zwei Frauen und neun Kindern. Er sang lauthals, zitierte den iranischen Dichter Hafez und lobte und dankte immer wieder Allah, dann dem Propheten Mohammad, dann Präsident Ahmadinedshad: Zum ersten Mal seit 65 Jahren wurde sein Haus an das Elektrizitätsnetz angeschlossen. Auch das ist der Iran.

Dann in die Wüste, weicher Sand, der sich über die Ebenen wälzt, unfassbare Stille.

In Esfahan sahen wir die beeindruckendsten Moscheen der Reise mit ihren blauen Mosaiken, die vom Boden bis zur Decke reichten. Meine Begleiterin jedoch wurde schon nervös: Qom, die wohl religiöseste Stadt Irans, in der die Frauen ausnahmslos mit wallenden, ganzkörperbedeckenden Schleiern durch die Straßen laufen, warf seine Schatten voraus. Eine neue iranische Freundin nahm die Bedenken: „You know, people there are nice – just religious!“ Einfacher kann man ein Land, eine Region und seine Konflikte nicht umschreiben. Der Zwiespalt zwischen Staat und gesellschaft ist mir bislang in keinem arabischen Land so deutlich geworden wie im Iran. Wenn die arabische Gastfreundschaft schon hochgeschätzt wird: Die persische Gastfreundschaft ist unbeschreiblich. In den Straßen konnten wir kaum 10 Meter gehen, in denen wir nicht angesprochen und auf diverse Gläser Tee eingeladen wurden. Ein erstaunliches Land, das sich so sehr vom arabischen raum unterscheidet. Ein Land mit intelligenten und gutausgebildeten jungen Menschen, die m.E. die vom religiösen Wächterrat ausgelegte Auffassung des Islam nicht mehr teilen wollen. Eine Kultur, die so reich ist, so kunstvoll, so atem- und wortraubend.

Zum Abschluss Qom mit seinen 300 Schreinen für Heilige und Verwandte des Propheten, dann die Hauptstadt Teheran und sein Museum für Märtyrer.

Zu vielseitig sind die Eindrücke, zu wenig die Worte, diese Reise zu beschreiben. Aber glücklicherweise die Fotos genauso zahlreich.

Hier gehts es zur Fotostrecke.

Fotostrecke: Palmyra

Posted in Fotografie, Reise by fotoschreiber on Februar 13, 2010

Höhepunkt jeder Syrienreise – und auch mein bisheriges Fotohighlight hier – ist sicherlich Palmyra, die alte Ruinenstadt in der syrischen Wüste. Zusammen mit einem Freund haben wir zwei Tage in den Ruinen verbracht und sind mit Stirnlampen und Stativ bis spät in die Nacht durch die Tempelanlagen geklettert. Dabei konnte ich noch einmal viel ausprobieren, besonders was Blendenwerte und das Raw-Format betrifft. Anschließend habe ich dann Adobe Lightroom (c) für mich und die einfache und schnelle Nachbearbeitung entdeckt.

Zur Fotostrecke.

Fotostrecke: Krak des Chevaliers

Posted in Fotografie, Reise by fotoschreiber on Februar 13, 2010

Anschließend ging es zur Krak des Chevaliers, der größten und besterhaltensten Kreuzfahrerburg in Syrien. Die Burg galt als Bollwerk für die Eroberung des Morgenlandes, musste sich nach einer relativ kurzen Zeit dann aber doch den Kämpfern Salahaddins (bzw. seiner Nachfolger) geschlagen geben.

Zur Fotostrecke.

Fotostrecke: Quneitra

Posted in Fotografie, Reise by fotoschreiber on Februar 13, 2010

Lange ist hier nichts mehr passiert, aber der Grund ist relativ einfach: Ich war unterwegs. Zunächst hat mich ein Freund (und passionierter Fotograf) aus Deutschland besucht, dann bin ich zwei Wochen mit Rucksack und Kamera durch den Iran gereist. Die Ergebnisse gibt es jetzt endlich hier.

Die erste Fotostrecke dieser Serie ist aus Quneitra, einer kleinen Stadt, etwa eine halbe Stunde von Damaskus entfernt. Sie liegt in den von den Israelis besetzten Golanhöhen und wurde im Sechstagekrieg zwischen Israel und Syrien komplett zerstört. Heute dient die Stadt als begehbares Museum. Wobei begehbar ein relativer Begriff ist: Man muss mit dem Auto oder Bus kommen und bekommt dann einen Tour-Guide an die Hand, der einem die Stadt, bzw. die Überreste zeigt; einen Mitarbeiter der syrischen Geheimpolizei. Entsprechend gefärbt ist die Geschichte, als die „Zionisten“ kamen und Syrien besetzten. Die Stimmung in der Stadt ist dennoch sonderbar. Wir waren im Regen in den Ruinen der Häuser, der Moscheen und des zerstörten Krankenhauses. Aber überzeugt Euch selbst.
Fotostrecke Quneitra.

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